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Mittwoch, 24. Juni 2015

TradeLiner auf dem Markt

Coface hat ihr Kernprodukt für mittlere und große Unternehmen modernisiert und ein neues Branding eingeführt: TradeLiner. Mit dem Flaggschiff trägt der Kreditversicherer besonders den zunehmenden Anforderungen von mittleren und großen  Unternehmen Rechnung. Vor über 15 Jahren hat Coface mit dem „Globalliance Contract“ die erste modulare und globale Police zur Absicherung von Zahlungsrisiken konzipiert. Aufbauend auf diesen Erfahrungen wurde TradeLiner entwickelt. Ziel ist die noch effektivere und moderne Unterstützung von Unternehmen.

“Nach EasyLiner, den wir speziell für KMU konzipiert und in vielen Ländern bereits 2014 eingeführt haben, haben wir nun eine neue Lösung für mittlere und große Unternehmen. Sie können damit flexibler agieren und schneller reagieren. Die große Auswahl an Optionen erlaubt Antworten auf die komplexen Anforderungen der Wirtschaft. TradeLiner ist ein weiterer wichtiger Eckpfeiler in unserem neuen globalen Produktportfolio, das der vor drei Jahren begonnenen Innovationsstrategie folgt. Wir unterstreichen damit auch unsere Selbstverpflichtung zur Qualität. Wir wollen Unternehmen, die Lieferungen oder Leistungen auf Zahlungsziel erbringen, zu mehr Transparenz und Sicherheit verhelfen“,erklärt Patrice Luscan, Group Marketing and Strategy Director.

Mehr Tranparenz und schnellere Reaktionen
Mit TradeLiner wird Coface Unternehmen in 98 Ländern passende Lösungen bieten, um sich gegen Forderungsausfälle durch Insolvenz von Kunden oder auch gegen verspätete Zahlung abzusichern. Über die Ausfallabsicherung hinaus ist der Einzug überfälliger Forderungen und die schnelle Entschädigung enthalten, falls das Inkasso erfolglos bleibt oder länger als erwartet dauern sollte.

Das neue Angebot macht es Unternehmen einfacher, Versicherungsschutz zu erhalten und im Risikomanagement anzuwenden. Wichtigste Charakteristika sind Einfachheit und Flexibilität:
  • Die Kreditversicherung  ist leichter zu verstehen, alle Leistungen sind transparent.
  • Die Mindestprämie richtet sich nach dem aktuellen Umsatz und wird automatisch jedes Jahr angepasst, so dass die Kosten gut kalkulierbar sind.
  • Erkennt ein Unternehmen Cash-Flow-Probleme aufgrund unbezahlter Rechnungen, kann die Entschädigungsfrist einfach von fünf auf bis zu zwei Monate verkürzt werden. Dies ist eine der Besonderheiten und ein exklusives Feature von TradeLiner.
 Umfassende Deckung, ergänzt durch viele Optionen
TradeLiner ist eine flexible Lösung, die viele Anforderungen erfüllt. Damit lassen sich die wichtigsten  Forderungsrisiken managen: politisches Risiko, Naturkatastrophen, Fabrikationsrisiko, angefochtene Forderungen, Vorauszahlungen an Zulieferer, Konsignationsrisiko. Eine wesentliche Option ist auch TopLiner. Damit kann zusätzlicher Deckungsschutz erworben werden, wenn die ursprüngliche Limitanfrage nicht in voller Höhe gezeichnet oder abgelehnt worden war. Seit Einführung dieser Vertragsoption  2012 wird TopLiner weltweit stark nachgefragt.

Quelle: http://www.coface.de/News-Publikationen-Events/News/TradeLiner-auf-dem-Markt

Mittwoch, 3. Juni 2015

Hersteller der Kettcars muss Insolvenz anmelden

  • Die Firma Kettler hat einen Insolventantrag gestellt. Kettlers bekanntestes Produkt ist das Kettcar, ein Fahrzeug für Kinder.
  • Das Familienunternehmen will eine "unabgestimmte Übernahme durch einen Finanzinvestor vermeiden". Mit einer Insolvenz in Eigenverwaltung will sich die Firma sanieren.

Sanieren statt abwickeln

Der Hersteller und Erfinder des Tretautos Kettcar hat Insolvenz angemeldet. Doch das Familienunternehmen aus Nordrhein-Westfalen soll weiter bestehen. Darauf deutet zumindest die Form die Insolvenz hin, die Kettler am Amtsgericht Arnsberg beantragt hat: eine Insolvenz in Eigenverwaltung.
Kettler will sich in Eigenregie sanieren. Das besondere dabei ist, dass es keinen klassischen Insolvenzverwalter gibt, der die Geschäfte der bedrohten Firma übernimmt. Stattdessen soll ein sogenannter vorläufiger Sachwalter als eine Art Aufsichtsrat fungieren. Alles was die Manager machen, müssen sie von ihm absegnen lassen. Gleichzeitig ist Kettler in dieser Zeit vor den Ansprüchen der Gläubiger geschützt. Das Amtsgericht hat Christoph Schulte-Kaubrügger von der Kanzlei White & Case zum Sachwalter berufen.

Warum Kettler zahlungsunfähig ist

Das bekannteste Produkt von Kettler ist Kettcar, ein Tretauto für Kinder. 15 Millionen Stück hat die Firma seit den 1960er Jahren verkauft. Sogar Formel-1-Fahrer Michael Schumacher und Heinz-Harald Frentzen sollen mit dem Spielzeug ihre ersten Runden gedreht haben.
Eine der Ursachen für die schlechte finanzielle Situation ist, dass die aktuellen Kettcar-Modelle mit klangvollen Namen wie Dakar Air und Daytona sich nicht mehr so gut verkaufen wie vor 20 oder 30 Jahren. Damals betrug die Jahresproduktion der Tretautos zwischenzeitlich eine halbe Million Stück.
Diese Zeiten sind vorbei. Zum Schutz der Firma sei deshalb die Insolvenz notwendig geworden, um die "unabgestimmte Übernahme durch einen Finanzinvestor zu vermeiden und das Unternehmen neu auszurichten", heißt es aus dem Unternehmen.

Unternehmen in Familienhand

Es ist nicht die erste Krise für Kettler. Schon 2009 entließ das Unternehmen Hunderte Mitarbeiter. Das Familienunternehmen hat seinen Sitz im sauerländischen Ense und beschäfigt allein in Deutschland etwa 1100 Menschen.
Alleingesellschafterin der Kettler-Gruppe ist die Tochter des Firmengründers Karin Kettler. Unter ihrem Vater Heinz erlebte Kettler in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg einen steilen Aufstieg. Neben dem größten Erfolg, dem Kettcar, rühmt sich die Firma auch damit, 1977 das erste Aluminium-Fahrrad auf den Markt gebracht zu haben. Zur Produktpalette gehören außerdem Sportgeräte und Freizeit- und Gartenmöbel.

Quelle: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/kettler-hersteller-der-kettcars-muss-insolvenz-anmelden-1.2505408